Yoga – eine der Wurzeln der Meditation

Ich dachte lange, dass Yoga eine Gymnastik aus Indien ist. Erst durch Renji habe ich erfahren, dass diese Dehungsübungen nur ein total kleiner Teil des Yoga sind. Im Kern geht es nämlich um die Meditation und wie wir unser Leben führen können, nämlich am liebsten mit einem Gefühl der Verbundenheit mit der Natur, mit anderen Menschen und überhaupt der ganzen Welt. – アオイ / Aoi

 

🌏 Viel mehr als Gymnastik

Yoga ist also viel mehr als irgendwelche Körperübungen, für die man scheinbar super flexibel sein soll. Das braucht man gar nicht! Yoga ist philosophisch, trotzdem im Alltag praktikabel und für alle Menschen gedacht. Über Yoga gibt es schon seit ca. 3000 Jahren Schriften, Übungen und philosophische Überlegungen in ganz unterschiedlichen Formen. 

📜 योगश्चित्तवृत्तिनिरोध

Der Gelehrte Patanjali gab vor ca. 2000 Jahren in seinen Sutren eine wirklich gute Definition: योगश्चित्तवृत्तिनिरोध„yogaś-citta-vṛtti-nirodhaḥ“. Dies kann man so übersetzen: „Yoga ist, wenn die Geisteswellen zur Ruhe kommen.“

Auch die Herkunft des Wortes ist interessant „Yoga“ stammt aus dem Sanskrit (योग, yoga) und geht zurück auf die Wortwurzel: yeug̑- / yewg̑-, = „verbinden, anschirren, zusammenbinden“. (Diese Wurzel steckt auch im deutschen Wort „Joch“. Das Wort „Joch“ bezeichnet traditionell ein Holzgestell, das zwei Zugtiere (z. B. Ochsen) verbindet.) Es wird also etwas verbunden, damit eine gemeinsame Kraft wirkt. Das kann Yoga bewirken: eine Verbindung zu dir selbst, mit deinem Atem, deinem Körper und deinem Gefühl, aber auch mit anderen Menschen und der Umwelt. Der Yoga ist also ein Weg, der dir helfen kann. Aber wie?

8️⃣ Stufen

Dafür hat Patanjali die acht Stufen des Yoga beschrieben:

  1. Yamas– ethische Verhaltensweisen gegenüber der Umwelt
  2. Niyamas– Umgang mit sich selbst
  3. Asana– Körperhaltungen/-übungen
  4. Pranayama - Atemübungen
  5. Pratyahara – Zurückziehen der Sinne
  6. Dharana– Konzentration entwickeln und halten
  7. Dhyana– Meditation/ Absorption
  8. Samadhi– völliges Bewusstsein, Verbindung und Freiheit

Jede Stufe ist wertvoll und wichtig. Das finde ich gut, denn ich kann eben auch in meinem Alltag etwas dafür tun, dass es mir besser geht und ich bewusst bin. Zum Beispiel kann ich gezielt Übungen machen, aber auch immer wieder reflektieren und dazulernen: Wie spreche ich mit anderen? Was und wie denke ich über mich selbst? Bin ich angespannt oder atme ich noch tief in den Bauch? Muss ich jetzt Musik oder einen Podcast hören oder kann ich auch einen Moment ohne auskommen? Bin ich konzentriert bei einer Sache?

🏃‍♀️ Bewegung als Vorbereitung

Die Yoga-Übungen (āsanas):

  • machen dich beweglicher

  • beruhigen dein Nervensystem

  • helfen dir, dich zu spüren

Sie sind nicht das Ziel, sondern eine Vorbereitung für Stille.

🌬️ Die Atmung: Dein innerer Reset-Knopf

Im Yoga lernst du, deine Atmung bewusster zu nutzen:

  • langsamer → beruhigt dich

  • tiefer → gibt dir Energie

  • konzentrierter → bringt Fokus

Die Atmung ist wie ein direkter Zugang zu deinem Geist.

🧘 Meditation: Der Kern

Meditation ist der tiefste Teil des Yogapfads:

  • du beobachtest Gedanken

  • du lässt sie kommen und gehen

  • du findest Ruhe und Klarheit

Hier wird Yoga zu dem, was es wirklich meint:
Verbindung mit dir – und Verbindung mit allem.

🌞 Das Ziel

Schließlich will Yoga dich nicht „perfekt“ machen. Der Weg hilft dir, bewusster, freier und echter zu werden – im Alltag, in Beziehungen, in dir selbst ... mit dem Gefühl, mit allem verbunden zu sein.

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